Tausch von Rindfleischquoten zwischen Brasilien und Uruguay stockt aufgrund von Widerstand der Fleischverarbeiter

KERNPUNKTE

  • Brasilien schlug vor, 7.000 Tonnen der EU-Quote für gekühltes Rindfleisch gegen 100.000 Tonnen von Uruguays China-Quote zu tauschen, was potenziell 500 Millionen US-Dollar für Brasilien generieren könnte.
  • Große brasilianische Fleischverarbeiter lehnten das Geschäft ab, um den Zugang zum EU-Markt zu bewahren, während kleinere Verarbeiter es unterstützten, da die China-Quote erschöpft war.
  • Uruguays Einhaltung der EU-Standards für antimikrobielle Mittel verschafft dem Land einen Handelsvorteil, und der Tausch könnte ein Modell für zukünftige bilaterale Zusammenarbeit sein.

Brasilien hat einen Tausch von Rindfleischexportquoten mit Uruguay vorgeschlagen, der die brasilianischen Verkäufe nach China ab 2027 um 100.000 Tonnen steigern könnte, doch das Geschäft stockt aufgrund des Widerstands großer brasilianischer Fleischverarbeiter, wie mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten.

Wie Rafael Walendorff in Globo Rural berichtete, schlug Brasiliens Landwirtschaftsministerium vor, seinen Anteil an der Mercosur-Quote für zollreduzierte Exporte von gekühltem Rindfleisch in die Europäische Union – etwa 7.000 Tonnen im Jahr 2027 – an Uruguay zu übertragen, im Austausch gegen 100.000 Tonnen von Uruguays 331.000-Tonnen-Quote für Exporte nach China im nächsten Jahr. Das zusätzliche Volumen würde bei den aktuellen Rindfleischpreisen über 500 Millionen US-Dollar Umsatz generieren.

Uruguay stimmte dem Tausch Berichten zufolge zu, doch brasilianische Fleischverarbeiter lehnten ihn ab und verhinderten damit den Abschluss. Kleinere Verarbeiter unterstützen das Geschäft, da viele auf den chinesischen Markt angewiesen sind und Mitarbeiter beurlaubt haben, nachdem Brasiliens Quote erschöpft war. Im Gegensatz zu Brasilien unterliegen uruguayische Exporteure keinen Beschränkungen bei EU-Lieferungen aufgrund der Einhaltung der Anforderungen an die Verwendung antimikrobieller Mittel.

Europa zahlt höhere Preise: Premium-Frischfleischstücke kosten in diesem Jahr durchschnittlich 9.100 US-Dollar pro Tonne, verglichen mit 6.200 US-Dollar pro Tonne für China. Die Mercosur-EU-Quote wird bis 2031 schrittweise auf 99.000 Tonnen erhöht. Brasiliens Hilton-Quote für die EU bleibt zollfrei, doch die Exporte könnten bereits im September aufgrund von Problemen mit antimikrobiellen Mitteln ausgesetzt werden.

Eine Quelle der uruguayischen Regierung betrachtete den Vorschlag positiv und bezeichnete ihn als vorteilhaft für 2027 und als längerfristige Lösung. Uruguays Rindfleischexporte in die EU fielen in der ersten Jahreshälfte 2026 um 36 %, während die Exporte nach China um 12 % zurückgingen.

Strategische Auswirkungen auf Uruguays Handelsposition

Diese Episode unterstreicht Uruguays strategischen Vorteil bei der Einhaltung der EU-Gesundheitsstandards und positioniert das Land als verlässlichen Partner für Quotentausche. Für internationale Investoren verdeutlicht dies Uruguays Fähigkeit, seine Handelsabkommen und regulatorische Angleichung zu nutzen, um Wert zu schaffen, und bekräftigt seine Attraktivität als stabiles, auf Rechtsstaatlichkeit basierendes Investitionsziel in der Region.

Bleiben Sie auf dem Laufenden über unsere neuesten Nachrichten, Veranstaltungen und Updates.

Team Haverkate Recent Posts

Ausgewählte Angebote erkunden

Nach Ortschaften

Ausgewählte Liegenschaften

Newly Listed